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Mercuria baute ein Haus


Unter der Regie von Bundesbruder Herwig Hadwiger vlg. Camillo fuhren fünf Mercuren vom 27. April bis zum 01. Mai 2011 nach Srebrenica und bauten gemeinsam mit der Aktion “Bauern helfen Bauern” für eine jungen Familie ein Haus.

v.l.: Wieland, Camillo, Galenus, Namir von "Bauern helfen Bauern", Jane


Hilfe vor Ort

Für das Projekt spendete die Mercuria insgesamt 4.500 Euro. Nicht nur das Finanzielle übernahm die Mercuria, selbst Hand angelegt haben die Bundesbrüder Simba, Jane, Galenus, Wieland sowie Alter Herr Camillo. Unterstützung erhielten sie in Srebrenica von Almir und Alem, zwei Mitarbeitern vom Hilfsverein “Bauern helfen Bauern”. Der Hausbau selbst war für alle eine große Herausforderung. So wurde etwa Erdreich ausgehoben – um Platz für eine Veranda zu schaffen, die Außenwände zusammenbaut und aufgestellt, das Dach gedeckt und die Innenwände isoliert. Viel Hilfe gab es von Almir – ein echter Profi an der Motorsäge. So gelang es innerhalb von nur drei Tagen ein Haus mit 25 m2 Grundfläche bezugsfertig aufzustellen. Drei Fenster und ein Holzofen mit Kochmöglichkeit vervollständigen das Haus. Die Freude beim neuen Eigentümer Samir und seiner Familie war riesig und der Dank Lohn für die viele Arbeit.

Ein neues Haus entsteht


Überwältigende Gastfreundschaft

Gastfreundschaft ist in Bosnien sehr wichtig. Mit großer Herzlichkeit wurden die Mercuren begrüßt: egal ob im Hotel oder von der Familie für die das Haus gebaut wurde. Besonders die lokale Küche hat es den Mercuren angetan. Die offene und freundliche Art der Bewohner steht im argen Kontrast zur Stadt Srebrenica, die noch immer stark vom Krieg gezeichnet ist. 1995 fand ihr ein Massaker statt, dem bis zu 8000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Gemeinsam mit Namir, dem regionalen Leiter von Bauern helfen Bauern, besuchten die Mercuren den “Srebrenica Memorial Room” und anschließenden den gegenüberliegenden Gedenkfriedhof. Der Srebrenica Memorial Room ist in einer ehemaligen Batteriefabrik untergebracht, die während des Krieges als Hauptquartier für UN-Soldaten diente. Darin kann man die Berichte von Augenzeugen und Biografien der Ermordeten lesen, außerdem zeugen Fotos sowie ein Kurzfilm vom unbeschreiblichen Grauen. Da immer wieder neue Massengräber entdeckt werden, kommen laufend neue Gräber am Friedhof hinzu. Die Toten werden in einer jährlich stattfindenden Zeremonie bestattet. Auf den Steintafeln sind tausenden Namen von Vermissten eingraviert, die von einer noch nicht abgeschlossenen Geschichte zeugen. Wie notwendig die Arbeit von Hilfsorganisationen wie Bauern helfen Bauern ist, wird da besonders bewusst.

Camillo vor Grabsteinen am Gedenkfriedhof Srebenica

 

Bauern helfen Bauern

Bereits vor einiger Zeit erfuhr Bbr. Herwig Hadwiger vlg. Camillo durch einen Cartellbruder von der Aktion „Bauern helfen Bauern“ (BhB), die es sich zum Ziel gesetzt hat, unbürokratisch Hilfe im Gebiet des früheren Balkankrieges zu leisten. Bereits im Jahre 1992 von Doraja und Alexander Eberle gegründet, widmet sich diese Organisation der nachhaltigen Wiederansiedelung vor allem im ländlichen Raum. Das Bemerkenswerte an dieser Organisation ist ihre äußerst schlanke Struktur mit vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern, Spende kommen so voll und ganz den Menschen vor Ort zu Gute. Mit der Spende der Mercuria wurden Holzbretter, Dachziegel, Fenster, eine Türe und ein Ofen gekauft. Das Besondere daran: bereits das Material wird sofern möglich in Betrieben vor Ort hergestellt und sichert so Arbeitsplätze. Zusätzlich zu einem Haus stellt BhB den neuen Bewohnern auch einige Nutztiere und landwirtschaftliche Geräte zur Verfügung, um einen wichtigen Beitrag zur Existenzsicherung der Menschen zu liefern.

Hilfe von Profis: Almir (Vordergrund) von BhB und Samir

 

Prinzipien leben

Das christlich-mitmenschliche Weltbild von katholischen Studentenverbindungen soll sich in Wort und Tat zeigen. Besonders Bundesbruder Herwig Hadwiger vlg. Camillo sei für seinen Einsatz gedankt. Er organisierte die Hilfsaktion, war Fahrer der elfstündigen Fahrt von Wien nach Srebrenica und übernahm das Spendensammeln. Sein Engagement zeigt sich auch beim Kochen für Obdachlose, das die Mercuria jedes Semester in der Gruft veranstaltet.

Camillo mit der neuen Hauseigentümerin und ihrer Tochter

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